
Bild: Thorald Abramowski - Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel - Matthias Dreyer - Thilo Ahrend
29.06.2006
Bruchmeister on Tour - Berlin, Berlin wir waren in Berlin...
... zwar nicht zum Endspiel der inzwischen zeitlich entfernten Fußballweltmeisterschaft, aber zum diesjährigen Sommerfest der Landesvertretung.
Somit dieselten am 28. Juni 2006 acht Mitglieder des Collegiums ehem. Bruchmeister e.V. der Hauptstadt Hannover mit einem Kleinbus in den Vormittagsstunden gen Osten, um der Einladung unseres MP Christian Wulff zu diesem besonderen Ereignis zu folgen. Der Grund hierfür lag darin, dass die „Schwarz-Weißen“ den Gästen das Trinken des hannöverschen Nationalgetränks zu lehren und ferner unter das Volk zu bringen hatten. Ergo befanden sich außer den lebenslustigen und fetendurstigen „Collegen“ zusätzlich die flüssigen Zutaten für ca. 2.000 Lüttje Lagen sowie das dafür notwendige „Geschirr“ in entsprechender Menge mit an Bord.
In Berlin und am Ort des Geschehens angekommen, wurde mit Hilfe eines schmucken „Wunders“ im netten Bruchmeisteralter die Flüssignahrung kaltgestellt und die Thekenkontrolle für den nahenden Abend vorgenommen.
Niemand konnte vorhersehen, dass das namentliche Einchecken im Hotel zu einem späteren Zeitpunkt einem Bruchmeister blitzartig nüchtern werden ließ und somit zum Verhängnis wurde.
Um uns die bevorstehende Schützenfeststimmung nach Berlin zu holen, entschied man sich fast einstimmig, ein Haxenessen als Mittagsmahl in einer fußballerisch geschmückten Gastronomiearena einzunehmen.
Da wir mit Thorald einen vorbildlichen Fremdenführer und Stadtkenner im Gepäck hatten, wurden wir während des gesamten Aufenthaltes in Berlin auf die wesentlichen in Anblick kommenden Gebäude sowie Stadteinrichtungen mit ihren Eigenschaften und Geschichten noch aus den Zeiten vor der Wende informiert und aufmerksam gemacht. So zum Beispiel brachte uns ein Fahrstuhl in das Dachgeschoss eines gepflegten Gebäudes. Nach 20 Sekunden hatten wir aus 90 Mtr. Höhe einen traumhaften Blick auf Berlin.
In schwarzer Zunft und aufgeschraubten Zylindern ging es per Achse rechtzeitig am späten Nachmittag Richtung Landesvertretung, wo wir noch genügend Zeit hatten, um unsere kleine Theke mit den vorgekühlten Getränken nebst Gläsern zu bestücken und einzurichten. Ein kleiner Rundgang durch den geschmückten Garten mit all den typisch niedersächsischen Leckerbissen, die teilweise auch aus Regionen, die außerhalb unserer Landesgrenze liegen, „importiert“ wurden, stimmte uns auf die nächsten Stunden ein.
Aber wir waren ja wie gesagt nicht nur zum Vergnügen nach Berlin gereist, sondern auch zum Malochen bzw. zum Ausschenken und Präsentieren von Lüttjen Lagen. Teilweise war ein derartiger Ansturm an unserem Standort, so dass es sich als schwierig erwies, spülen, einschenken und trinken unter einen Hut zu bekommen. Damit bot sich aber auch gleichzeitig die Möglichkeit, all die hohen und höchsten Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und anderen Fakultäten auf Bundesebene und aus der hannoverschen Geschäftswelt unter die Augen zu bekommen. Darunter waren auch nicht unbekannte Gesichter aus dem Freundeskreis der hannöverschen Bruchmeister. Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel gehörte damit zu unserer prominentesten „Besucherin“, zumal sie uns noch ein gewaltiges Blitzlichtgewitter bescherte. Leider sah sie vom Genuss des typisch hannöverschen Getränks ab und stellte die beiden „Komponenten“ beim „Abschiednehmen“ von den Bruchmeistern unauffällig zur Seite.
Erst mit Anbruch der Morgendämmerung, als die Gästeschar schon auf den sogenannten harten Kern zusammengeschrumpft war, gesellten sich auch die letzten inzwischen müde gewordenen Schwarz-Weißen zu ihren „Collegen“ ins Hotel.
Für den anstehenden Tag hatte uns das Mitglied des Bundestages und Freundeskreismitglied Patrick Döring zu einer ausführlichen, beeindruckenden und informativen Besichtigung des Reichtagsgebäudes mit seinem modernen Innenleben eingeladen.
Dabei blieben den Besuchern keine Wünsche und Fragen offen. Besonders spektakulär ist seine neu errichtete Reichstagskuppel. Sie ist nicht nur Publikumsmagnet, sondern auch der radikale Ausdruck einer transparenten Demokratie in all ihren unterschiedlichen Aspekten. Für seine Großzügigkeit und Gastfreundschaft rufe ich von dieser Stelle im Namen aller Beteiligten Patrick Döring nochmals ein ganz herzliches Dankeschön und Traditions-Horrido zu!
Im Anschluss an das eben Erlebte unternahmen wir noch eine kleine Stadtrundfahrt, bevor die mit neuen Eindrücken zurückkehrenden Bruchmeister ihren Heimathafen erreichten. Zum Schluss meiner kurzen Ausführungen möchte ich es nicht versäumen, mich im Namen aller Reisenden bei unserem Fahrer, Stadtführer, Reiseleiter und „Collegen“ Thorald für das Gebotene zu bedanken.
M.D.
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