
30.11.2003
Attentat auf dem Marineball?
Vier Bruchmeister, Rolf Franke, Carsten Goldmann, Torsten Mensing und Martin Wilke, sowie eine Vertreterin von Promotion Hannover, machten sich am Freitag, 29. November, mit ihrem Fahrer, Stabsfeldwebel Klaus, auf den Weg in Richtung Bonn.
Abends stand schließlich der Marineball – dieses Jahr ausgerichtet durch das Land Niedersachsen – auf dem Plan.
Nach einer Fahrt mit Umwegen, kamen sie am frühen Nachmittag in der ehemaligen Bundeshauptstadt an. Der erste Weg führte die Gruppe in das Museum für Deutsche Geschichte (übrigens sehr empfehlenswert!).
Gegen 19.00 Uhr war es dann so weit: nach einer Inspektion des Lüttje-Lage-Tresens ging es an die Begrüßung der Gäste. Diverse Damenspenden wurden gereicht, wobei alle vier Bruchmeister sich einig waren, die Verteilung der Anti-Falten-Creme den Bundeswehrmatrosen zu überlassen. Der Ball startete um 20:00 Uhr offiziell mit einer Ansprache eines Kapitäns, der den Gästen u.a. die amtierende Heidekönigin sowie die Bruchmeister vorstellte.
Nach der Überwindung gewisser Berührungsängste hatten die Bruchmeister – im wahrsten Sinne des Wortes – alle Hände voll zu tun.
Ein Highlight dieses Abends war zweifelsohne der Besuch des mittlerweile Ex-Innenministers, Heiner Bartling.
Dieser wird die Bruchmeister sicherlich in ewiger Erinnerung behalten: vor der Presse mit vollen Gläsern posierend, kam es urplötzlich zu einem lauten Knall. Bartlings Bodyguards griffen sich instinktiv sogleich unters Jackett, um todesmutig den Minister zu verteidigen. Das vermeintliche Attentat wurde jedoch unbeabsichtigt von unserem Schriftführer, Martin Wilke, verübt. Dessen Lüttje-Lage-Glas zweiteilte sich ohne jede Vorwarnung.
Sowohl Glasboden als auch Inhalt schlugen knapp neben den Füßen des Innenministers auf den Boden. Dieser staunte nicht schlecht und brauchte eine Schrecksekunde, um sich ein Lächeln abzuringen. Nach vielen schönen Stunden neigte sich der Ball gegen 2.00 Uhr offiziell dem Ende. Zwei Soldaten, jeweils eine Kerze in der Hand, marschierten in den großen Tanzsaal des Hotels.
Die Lichter erloschen und alle Gäste erhoben sich. Nach dem traditionellen Anschlagen der Schiffsglocke begann die Bigband der Bundeswehr das Lied „Guten Abend, gute Nacht“ zu spielen, das von allen Gästen gemeinsam gesungen wurde. Anschließend wurden die Kerzen, begleitet durch drei Trompeter, gelöscht, und die Gäste verließen in Schweigen gehüllt den Ballsaal.
Nach diesem ergreifenden Spektakel fanden sich diejenigen Gäste, die noch immer in Festlaune waren, in einem kleinen Saal ein, um weitere zwei Stunden mit den Bruchmeistern zu feiern.
Nach einhelliger Meinung der entsandten Bruchmeister war dies eine sehr beeindruckende und gelungene Veranstaltung.
Martin Wilke
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