21.06.1998
Pfingsten auf dem Maschsee - Drachenbootrennen 1998
Zum vierten Mal in Folge nahm das Collegium ehem. Bruchmeister an den vom HKC organisierten „International Dragonboat Races" auf dem Maschsee teil.
Manchmal fragt man sich dann doch: warum eigentlich? Während andere die schönen Pfingsttage in Ruhe und Beschaulichkeit auf dem Sofa verbringen und die Seele baumeln lassen, lassen wir höchstens unsere Arme baumeln, spätestens nach dem 2. Rennen. Manche machen einen Spaziergang und schauen auf die ersten Frühlingsknospen. Wir schauen auch, aber nur auf Startzeiten und anderen Booten hinterher.
Also, die Frage bleibt, warum? Ist es vielleicht schön, sich beim vorchristlichen Galeerendienst zu verdingen? Kann es Menschen geben, die das Martyrium des Vorjahres vergessen haben, die Freude daran haben mit Paddeln in kaltem Naß um die Wette zu planschen, wo das Leben doch so schön sein kann ?
Zunächst jedoch mußten wir uns an ein neues Umfeld gewöhnen. Hatten wir in den letzten Jahren unsere eigenen Partyzelte mitgebracht, so hatte dieses Jahr der HKC ein großes Zelt aufgestellt, bewirtschaftet von dem uns gut bekannten Klaus Bähre. Eigentlich hätte er uns eine gute Ecke freihalten sollen... wir wichen auf den dem Zelt vorgelagerten Biergarten aus. Eine Entscheidung die sich als sehr gut herausstellte. Die befürchteten Regenfälle blieben aus; die Leute im Zelt schwitzten und wir genossen die Sonne.
Für Pfingstsonnabend war der erste Start auf 11:40 Uhr terminiert. Rechtzeitig waren die Aktiven eingetroffen. Im Vorfeld hatten wir bereits einige starke Bruchmeister an andere Teams abgegeben. Damit sollte sichergestellt werden, daß die Bruchmeister auch ihren letzten Platz sichern konnten. Unser Festleiter hatte die Devise ausgegeben, Letzter zu werden. Denn als Letzter werden wir bei der Siegerehrung als erster genannt ! Ganz schön clever, denn wer achtet schon auf das Mittelfeld !
Der Verlauf der Rennen ist relativ schnell erzählt: Letzter. Ganz letzter ? Nein, da war noch das zweite Boot des „Vereins zur Förderung des Spitzensports". Ein Boot mit unbeugsamen Prominenten besetzt leistet dem Collegium Widerstand. Sie machten das Leben nicht leicht für die Bruchmeister. Sie fuhren dann doch „außer Konkurrenz".
Das Team-Lager war stets gut besucht von Bruchmeistercollegen: Charlie Bäte, Gerd Bartsch, Bernd Beuleke, Thomas Günther, Kiki Homeyer, Bernd Jass, Heinz-Georg Nordmeyer, Kai Röhling und Jürgen Wolf. Auch VHS-Präsident Ekbert Matthias und die Vizepräsidenten: Peter Seidel und Dietmar Alt, Kurt Heinemeyer, sowie Bruchmeister-Anwärter Andreas Pflug wünschten den Bruchmeistern die Erfüllung ihrer Wünsche. Besonderer Dank gilt Frau Henke, die die Bruchmeister mit leckerem Kuchen versorgte.
Die Drachenbootpartys am Abend waren ausgesprochen gut besucht. Zu den Aktiven gesellten sich viele Bekannte und Freunde. Ein Showprogramm und Musik aus der Konserve und auch Live sorgte für ordentliche Stimmung. Zur Drachenbootparty am Sonntagabend dann die Siegerehrung und die Erfüllung des Wunsches unseres Festleiters. Als erstes der gestarteten Fun-Teams wurden die Bruchmeister auf die Bühne gerufen. Unter tosendem Beifall der sicherlich 2000 Gäste im Zelt nahmen wir die Urkunden entgegen. Beglückwünscht wurden wir u.a. von den Präsidenten der nationalen Drachenbootorganisationen aus Dänemark, Schweden und England sowie dem Vizepräsidenten des Weltdrachenbootverbandes. Ein kräftiges Traditions-Horrido aus den Bruchmeister-Reihen rundete die Sache ab.
Bis zum Expo-Jahr wird das Drachenbootrennen auf dem Maschsee anwachsen. Im Jahr 2000 soll dann das größte Drachenbootrennen der Welt, mit den Profi-Mannschaften aus Fernost in Hannover stattfinden - natürlich auch mit den Bruchmeistern. Bis dahin sind es (nur) noch zwei Jahre. Eigentlich genug Zeit zum trainieren. Das bringt mich zurück zum Anfang des Artikels:
Die Antwort auf das Warum ist eindeutig: Weil es Spaß macht! Man kann es nicht beschreiben, man muß es erleben, wenn 20 Mitstreiter ein Boot über den See peitschen, unter den Trommelschlägen und Anfeuerungsrufen heiserer Steuerleute und Trommler. Ein faszinierendes Erlebnis - auch wieder im nächsten Jahr.
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