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Bruchmeister:magazin

Thorald Abramowski auf dem MainTower in Frankfurt mit Blick auf die Skyline
Thorald Abramowski auf dem MainTower in Frankfurt mit Blick auf die Skyline

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21.06.1996

Die Maschsee-Drachen fliegen wieder

hieß es in der Einladung zum diesjährigen Drachenboot-Cup auf dem Maschsee. Über Pfingsten trafen sich dann 20 Fun- sowie 18 Armateur-Teams um (wie im letzten Jahr) die Paddel in See zu stechen.

Alles begann am Sonnabend, 25. Mai. Um 15:00 Uhr trafen sich 20 Unentwegte, um mit dem Training zu beginnen (Lothar Jedamski wurde noch als Nr. 21 kurzerhand zwangsverpflichtet). Nach einigen wetterbedingten Verzögerungen ließen wir unser Boot zu Wasser. Wir drehten eine Runde über den Maschsee um dann festzustellen, daß es immer noch genauso anstrengend war, wie im Vorjahr. Mit der Feinabstimmung der Paddel hatten wir etwas zu kämpfen, aber es sah schon recht gut aus - so sagte zumindest der Steuermann.

Am Abend war zur kleinen Drachenbootparty geladen. Die angekündigte Bootstaufe wurde zwar auf den nächsten Tag verschoben, aber dafür waren die anwesenden 12 Bruchmeister um so lustiger. Wir erfuhren auch unsere Startzeit für den Sonntag.

Am Sonntag hatten wir um 11:35 Uhr unseren ersten Start. Thorald hatte bereits seit 9:00 Uhr unseren letztjährigen Standort gesichert und dort dieses Jahr zwei Zelte aufgestellt, denn es war ja Regen für das Wochenende angekündigt worden. Eine Seitenwand wurde als Zeltdach umfunktioniert, und so hatten alle Bruchmeister und Damen reichlich Platz sollte es zu „Wolkenbrüchen" kommen.

Unser Festleiter hatte reichlich Fleisch und Würstchen besorgt, dazu kamen die von Hans-Hinnerk Henke gestifteten leckeren Kuchen, sowie Weißbrot. Auch kühles Naß und wärmenden Kaffee gab es in Mengen.

Nachdem sich die Bruchmeister in die neuen Bruchmeister-Drachen-T-Shirts geworfen hatten, wurde es auch Zeit das Boot zu besteigen. Das erste Rennen wurde gekrönt von dem errungenen 2. Platz in der für Bruchmeister-Verhält-nisse sehr guten Zeit von 1,249’. Auch unser zweites Rennen, das bereits eine halbe Stunde nach dem ersten Start stattfand, schlossen wir ebenso glorreich mit einem 2. Platz ab. Die Zeit verbesserten wir um 4-hunderstel. Das waren immerhin gut 12 Sekunden besser als im Vorjahr! Jubelnd fuhren wir nach beiden Rennen durch die Fontäne am Maschsee in Richtung Steg. Der Kommentator war ebenfalls über das gute Abschneiden der Bruchmeister erstaunt.

Unser nächstes Rennen stand jetzt für 16:25 Uhr auf dem Programm. Nun hatten wir Zeit uns gemütlich zurückzulehnen und die Sonne im „Liegestuhl zu genießen.

Zwischenzeitlich waren viele Gäste erschienen um uns für unser nächstes Rennen zu unterstützen. Auch „nicht-paddelnde" Bruchmeister ließen es sich nicht nehmen vorbeizukommen: Bernd Jass, Fritz Helmke, Karl-Hermann Bäte, Horst Möller, Alexander Jass, Kai Röhling und Lothar Jedamski wurden gesichtet.

Für unser drittes Rennen an diesem Tage wurde wieder Annett, die Steuerfrau der Riesendrachen aus Riesa verpflichtet. Sie schaffte es eigentlich ganz gut, unsere Truppe im Zaum zu halten. Zwar wurden wir in diesem Rennen nur vierter, aber mit einer Super Zeit von 1,204’. So motiviert freuten wir uns auf den nächsten Tag und trafen uns zur großen Drachenbootparty auf dem Gelände des HKC. Fast das gesamte Team und noch einige Bruchmeister mehr kamen in das von uns requirierte Zelt. Dank sei an dieser Stelle Peter Steinborn gezollt, der als „Mundschenk" sicherstellte, daß niemand ohne Getränk den Abend verbringen mußte. Bis in die frühen Stunden des nächsten Tages wurde gefachsimpelt, wie nun der Gegner zu schlagen sei.

Am Pfingstmontag war um 10:00 Uhr die Stunde der Wahrheit gekommen. Manche des Teams sahen zwar etwas übernächtigt aus, aber alle waren pünktlich erschienen und hochmotiviert bei der Sache. Auch unsere Steuerfrau aus Riesa hatte die Party gut überstanden und so gingen wir an den Start. Kläglich wurden wir geschlagen! Zwar mit einer Zeit, die immer noch um einiges besser war als im Vorjahr. 1 Minute und 26 Sekunden benötigten wir für die 250 m Distanz.

Da die Wertung etwas kompliziert und für Außenstehende nicht zu begreifen ist, wurden wir - obwohl in den ersten Rennen jeweils zweiter - im Gesamtergebnis wieder letzter des Turniers.

Bei der Preisverleihung im HKC durch den Chef der Maschsee-Drachen Frank Nomrowski wurden die Bruchmeister mit dem Satz aufgerufen: „Sie verteidigten ihren Platz vom letzten Jahr" und erhielten aus den Händen des Turners Eberhard Gienger die Teilnehmer-Urkunden.

Es war dennoch wieder ein sehr collegiumswürdiges Pfingstwochenende und nach einhelliger Meinung wollen wir auch Pfingsten 1997 wieder „den Drachen fliegen lassen.

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