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Rolf Franke vor der Skyline von Tallinn (Reval), Hauptstadt von Estland
Rolf Franke vor der Skyline von Tallinn (Reval), Hauptstadt von Estland

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Bild: Thorald Abramowski - Comedian Paul Panzer - Peter Fitjer

20.04.2007

Paul Panzer – Oder: Wie werbe ich am Besten für ein Traditionsgetränk

Die Lüttje Lage, von vielen geliebt und und immer wieder gern genommen.

Was liegt da für einen "Außenstehenden" ferner, die Lüttje Lage als "kurioses Getränk" einzustufen, in eine persönliche Rankingliste aufzunehmen und während einer TV-Aufzeichnung live vorführen zu lassen?

Initiator war die Film- und TV-Produktionsfirma "I & U TV", dessen Inhaber niemand geringerer als Günther Jauch ist. Durch die Recherchen eben dieser Firma für "Paul Panzers 33…. Crazy Drinks" wurde man auf unser Traditionsgetränk aufmerksam und gelangte durch einen Blick ins „Internetz“ direkt zum Collegium ehemaliger Bruchmeister.

Ich wurde angerufen und traute im ersten Ansatz meinen Ohren nicht. Lüttje Lage trinken? O.K.! Im Fernsehen? Auch gut. Kaskade? Oha, schon lange nicht mehr gemacht.

Und hoffentlich kann ich klar stellen, dass das rein gar nichts mit einem "Saufgelage" zu tun hat. Es wird ja nur zu gern sehr schnell als solches abgestempelt… Aber: diese Einstellung herrschte bei den Ansprechpartnern nicht vor. Vielmehr konnte es aus unserer Sicht klar vermittelt werden, dass die Lüttje Lage ein Traditionsgetränk und typisch hannöversches Brauchtum ist.

Auf Einladung der Produktionsfirma konnten Thorald und ich schließlich am 4. April 07 mit dem ICE nach Köln reisen. Nach kurzer Taxi-Fahrt in Hürth angekommen, ging es auch fast nahtlos über zu den Proben und zum ersten Kontakt mit Paul Panzer, der übrigens mit bürgerlichem Namen Dieter Tappert heißt und 35 Jahre alt ist (langgezogenes "Rrrichtig!“ / „Panzer, ich begrüße Sie").

Der Blick hinter die Kulissen während der Proben aber auch während der eigentlichen Aufzeichnung um 20.30 Uhr am gleichen Abend in den Studios der "NOBEO GmbH", war schon beeindruckend.

Peter Fitjer beim SchminkenEin überwiegend junges Team legte – für uns Laien – professionelle Arbeit ans (Studio-) Tageslicht. Nach den Proben konnten wir in Ruhe unser Mittag genießen und hatten unseren persönlichen Fahrer, der uns zum nah am Kölner Dom gelegenen Savoy-Hotel brachte. Gut, ein ordentliches Zimmer mit ausreichendem Frühstücksbuffet hätte gereicht, wir hatten aber wirklich rein gar nichts gegen jeweils ein Doppel-Zimmer im 5-Sterne-Tempel einzuwenden. Netter Zug, dachte ich mir! Die Zeit bis zur Abholung durch unseren Fahrer um 19.00 Uhr konnten wir gut bei ein paar Glas Kölsch unweit des Hotels in der angenehmen Kölner Sonne überbrücken.

Dann war es so weit. Es ging, jetzt natürlich in Schwarz, zurück zum Studio. Kurz geschminkt, verkabelt und zwei Mal im Hinterzimmer "Gläser ausrichten" geübt, dann ging's los!

Während die anderen Gäste im Publikum 15 Euro pro Person bezahlten, um dabei zu sein, gingen wir direkt auf unsere reservierten Plätze in der ersten Reihe. Auch wenn ich vorher ruhig war, ich merkte doch das sprichwörtliche Lampenfieber. Ich selbst habe die Aufzeichnung noch nicht gesehen, habe mir aber sagen lassen, dass bis auf 2 oder 3 Tropfen alles glatt ging. Nur gut, dass nach der Aufzeichnung niemand außer mir meinen rechten Handschuh in die Hände bekam. Schließlich trinkt man eine Kaskade, wenn überhaupt, ein oder zwei Mal im Jahr. Einige wissen, wovon ich hier schreibe…

Peter Fitjer und Günter JauchNach der Aufzeichnung gab es ein "Come Together". Immer dann, wenn Aufzeichnungen "im Kasten" sind, gibt es ein Treffen des ganzen Teams und der Akteure bei ein paar Getränken. Hier ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Entgegen unseren eigentlichen Plänen, nach den Aufnahmen noch die Kölner Altstadt aufzusuchen, strichen wir unsere Segel erst um ca. 0.30 Uhr. Aber nur, um noch die „After-Show-Party“ von "stern TV" im Studio 6 in Augenschein zu nehmen und vielleicht doch noch Günther Jauch zu treffen. Es war immerhin Mittwoch, und das ist "stern TV"-Zeit. Wie auch immer, ich habe mein Foto mit Günther Jauch, und er ist definitiv kleiner als im TV! Ich dagegen werde wahrscheinlich noch "kräftiger" aussehen…

Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen traten wir gegen 12.00 Uhr unsere Heimreise an; in der Gewissheit, nach dem Sendetermin ein wenig hannöversches Brauchtum in Deutschlands Wohnzimmer näher gebracht zu haben.

PeeF

.wmv - 23 MB Für einen Ausschnitt - hier klicken
Erstsendung: Paul Panzer’s 33 Crazy Drinks am 27.04.07 auf "RTL"
(Wdh: 11.4.08)

 

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