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Hartmut Kowalski vor den Niagara Wasserfällen
Hartmut Kowalski vor den Niagara Wasserfällen

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01.01.2001

2001: Kultur pur. Entdeckungstour der Bruchmeister an die Nordseeküste

Eine kulturelle Entdeckungstour durch die Krummhörn in Ostfriesland hatte der Häuptling des Collegiums für seine Bruchmeister organisiert.

Gefahren von unserem bewährten Busfahrer Heinz Bützer erreichten 11 unentwegte Bruchmeister (unter Tränen verabschiedet sich von Ihren Frauen und Freundinnen) nach kurzweiliger Fahrt in bester Stimmung unser Hotel am Zielort. Nach einer kurzen Stärkung (wie auch immer) erkundeten wir die Örtlichkeiten und auch die dortige Infrastruktur (kleiner Scherz..).

Die besonders Harten bewanderten die Greetsieler Deiche und Salzwiesen in der Hoffnung, einen Blick auf die See erhaschen zu können. Leider ließ eine steife kühle Brise das Vorhaben zu einer Art Durchschlageübung werden und die See wollte sich verborgen hinter Deichen auch nicht zeigen.

Um sich nicht vollends zu erschöpfen und um der Dehydration zu entgehen brachen wir ab und verlegten unseren Entdeckerdrang in den geschützten Hafenbereich von Greetsiel. Dort offenbarte sich uns ein sehr schönes Städtchen mit reichlich Möglichkeiten, verlorene Energie wieder aufzutanken. Nachdem wir auf einer etwas zugigen wenn auch beheizten Terasse unser Abendmahl eingenommen hatten, verlegten wir unsere weiteren Aktivitäten mit Rücksicht auf unsere Warmduscher in geschlossene Räume.

Trotz der Verkostung regionaler Spezialitäten an Bord während einer Bootstour durch das dem Ort Greetsiel vorgelagerte Naturschutzgebiet, erlag kein Bruchmeister der Seekrankheit.

Nach einer interessanten Schleusung wurde uns dann auch ein kurzer Blick auf das Wattenmeer gewährt. Leider glänzte die Nordsee zu diesem Zeitpunkt durch Abwesenheit.

Am Nachmittag dann endlich der kulturelle Höhepunkt unserer Fahrt: die geführte Bustour auf Störtebekers Spuren durch die Marschlandschaft Krummhörn. Eine äußerst kundige Einheimische referierte nicht nur über den berühmten Piraten, sondern auch über die Landgewinnung in der Leybucht durch Eindeichung, über uralte Kirchen mit den ältesten Orgeln der Welt und über die Burgen der alten ostfiesischen Häuptlinge.

Spontan konnten wir uns eine solche Burg als ständiges Bruchmeisterdomizil vorstellen, es fehlt nur noch ein Sponsor, also Freiwillige vor!

Ein stilechtes ostfriesisches Teetrinken (ja wirklich, Tee!) rundete die lehrreiche Tour ab. Zurück im Greetsieler Hotel, konnten wir uns von der vorzüglichen Küche des Hauses überzeugen. Da uns aber auch bekannt ist, das Fisch schwimmen will, widmete sich der eine oder andere auch ausführlich den flüssigen Produkten der Region.

Voller Wissen und Erinnerungen um die örtliche Architektur und Geschichte machten wir uns nach langer Nacht und kurzem Schlaf auf den Weg in die heimatlichen Gefilde. Die sparsame Beteiligung hat der Stimmung während der Fahrt keinen Abbruch getan und deswegen heißt es für mich, wenn in zwei Jahren die Bruchmeister wieder "On Tour" gehen: Ich bin dabei!!

Marcus Deiters

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