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Thorald Abramowski vor dem Quatsch-Comedy-Club in Berlin
Thorald Abramowski vor dem Quatsch-Comedy-Club in Berlin

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Bild: 1.v.r.: Bruchmeister Timo Schmidt

02.12.2010

Bruchmeister beim Tatort-Dreh

Überall in Hannover herrschte Aufruhr und allen Tageszeitungen konnte man entnehmen warum: In Hannover wurde der neue Tatort mit Maria Furtwängler gedreht. Mord an einem Fussballprofi war das Thema. Da darf auch eine Fussballmannschaft nicht fehlen, die die Komparsenrolle übernimmt, darunter Bruchmeister Timo Schmidt. Hier sein Erfahrungsbericht:

Durch einen Zufall ist es dazu gekommen, dass die 1. Herren des OSV Hannover angesprochen wurde. Als dann nach einem Heimspiel die Korrespondenten der ARD Tatort Leitung auf dem Sportplatz auftauchten um die Details des Dreh's abzusprechen, wurde es so langsam ernst. Es herrschte eine leichte nervösität in der Mannschaft, denn es kam heraus, dass es 4 Drehtage geben wird und dabei während des Heimspieles von Hannover 96 gegen den Hamburger SV gedreht wird.

Am 13.11. war es dann soweit und der erste Tag der Dreharbeiten stand an. Es wurde auf dem Trainingsgelände von Hannover 96 eine Spielsitutation nachgestellt, wofür wir mit Trainingsklamotten der "Roten" ausgestattet wurden.

Da kam es auch zu dem ersten Kontakt mit Maria Furtwängler. Eine sehr nette und gesprächsbereite Person mit der man einen guten Smalltalk führen konnte.

Während der Trainingsszene wurden im Hintergrund die Ermittlungenszenen gedreht, bis diese endlich im Kasten waren.

Es war schon sehr interessant hier einen ersten Einblick in die Dreharbeiten zu bekommen. Um 2 Szenen zu drehen waren 5 Stunden nötig bis endgültig alles Perfekt saß.

Am Freitag den 19.11. wurde eine Szene nach dem Outing des Fussballspieler gedreht. Im Mittelpunkt stand einer der beiden Schauspieler, der auf Weg vom Traingsplatz in die Kabinen von der der Presse verfoglt wurde und nebenbei Autogramme geschrieben wurden.

Und schon war er da, der Tag der Tage. Morgens um 8 Uhr war treffen. Mitten in der Nacht ging es dann mit einem vom Tatort organisierten Bus zum Stadion, da ja keine Parkplätze dort zur Verfügung stehen. Mit an Bord waren 12 Kinder der F-Jugend die uns beim Einlaufen ins Stadion an den Händen begleiten.

Um 8.30 Uhr ging es nach einem kleinem Frühstück in das noch leere Stadion und es wurden die 2 Szenen für das Spiel geprobt. Hier war die Schwierigkeit, dass dem Team nur 2 kleine Pausen beim Programm der Spielvorbereitung von je 3 Minuten zur Verfüng standen. Daher mussten diese beiden Szenen fest bei jedem Einzelnen sitzen. Denn eine zweite Chance gab es nicht.

Zur Vorbereitung ging es zum Umziehen in die "Maske". Natürlich waren wir alle gut zurecht gemacht, so dass es nur noch um die Ausrüstung ging. Hier stellten wir 2. Mannschaften mit je 6 Spielern. Eine Mannschaft stellte 96 nach und die zweite einen fiktiven Gegener.

Um 14.30 Uhr war es dann soweit. Mit dem Einlauf der Torhüter vor der gefüllten Nordkurve ging es auf zum Dreh der Jubelszene. Hier lief der Schauspieler (der noch lebende Profi) zur Nordkurve und sprang zum Jubeln auf den Zaun. Dann kam die "96 Mannschaft" zum bilden einer Jubeltraube hinterher und freuten sich über den "erziehlten" Treffer. Nachdem diese Szene sogar 2mal gedreht werden konnte, war alles perfekt aufgenommen.

Nun stand noch das Highlight bevor. Nach und nach füllte sich das Stadion und irgendwann war es dann auch mit 49.000 Zuschauern voll. Wir machten uns bereit auf den großen Auftritt. Die Profis verließen nach und nach den Rasen, so dass es gleich losging. Als alle Spieler vom Platz waren, kam unsere Zeit. Lange geprobt macht sich auch beim Tatort Team eine gewisse Nervösität breit, da auch für das Kamerateam dies ein neues Gefühl war vor so einem großen Live-Publikum zu drehen und nur eine Chance zu haben.

Wir stellten uns auf, das Publikum wurde angeheißt und dann ging es los. Wir liefen von 49.000 Zuschauen ins Stadion. Die Kamera begleitete uns für die Abschlussszene des Films.

Dabei liefen wir bis zum Mittelkreis und stellten und normal auf. Der  Schauspieler tritt heraus und die Kamera nimmt alles um ihn herum auf. Was für eine Stimmung, was für ein Gänsehautgefühl. Und irgendwie viel zu schnell kam auch das der Schrei: "Aus, alles im Kasten" und wir durften mit einem grinsen den Rasen verlassen.

Danach hatten wir noch das Vergnügen uns das Spiel anzusehen und einen Sieg über den "großen HSV" zu feiern.

So ging ein 12-stündiger Drehtag dem Ende entgegen und es bleiben tolle Eindrücke.

Der letzte Tag war am Montag den 29.11. wo noch ein paar Szenen in den Kabinen der "Roten" gedreht wurden und so ein Einblick hinter die Kulissen des Stadions gelang.

Die ganzen Drehtage mit einem netten Team waren eine super Erfahrung.

Timo Schmidt


3. v.l. Timo Schmidt

Tatort: "Mord in der ersten Liga, Erstsendung: 20. März 2011

 

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